Drei Wünsche frei

Vor ein paar Tagen las ich diesen Blogpost Was Armut mit Dir macht von Mama_arbeitet.

Kurz und gut, der Text hat mich nachdenklich gemacht. Sehr nachdenklich. Ich kann mich noch gut an meine Studentenzeit erinnern, da lebte ich von 500€ im Monat, 200€ gingen für die Miete drauf. Es war knapp, aber es war ok. Ein halbes Jahr lebten wir davon zu zweit. Das war nicht nur knapp, das war auch nicht mehr ok. Wir standen im Aldi und überlegten, ob wir uns das Müsli leisten können, ich hatte keinen einzigen Socken ohne Loch mehr.

Heute verdiene ich sehr gut, mein Geld kommt jeden Monat und selbst, wenn ich krank werde oder nicht mehr arbeiten kann, muss der Staat für mich sorgen. Ich lebe in Sicherheit und denke nicht mehr oft an die Zeit, als wir nicht wussten, wie wir die letzten fünf Tage etwas Warmes kochen können außer Reis mit Thunfisch.

Eine große Sorge sind die Weihnachtsgeschenke. Auch an das kann ich mich erinnern. Und dieses Jahr möchte ich denen, die wenig haben, diese Sorge ein bisschen nehmen.

Deshalb gilt: drei Wünsche frei!

Du hast dir den Blogpost von Mama_arbeitet durchgelesen und viele Punkte kommen Dir erschreckend vertraut vor? Du weißt nicht, wie Du Deinen Kindern eine Freude machen kannst, weil ihre Wünsche (ein Buch, ein Spiel, einPullover, ein Stofftier oder Ähnliches) Deine Geldmittel überschreiten, obwohl es keine großen Ausgaben wie ein Smartphone oder Tablett wären? Dann schreib mir, denn Du hast drei Wünsche frei. Zwei für die Kids und einen für Dich. Falls sich furchtbar viele melden und ich diesen Monat nicht alle Wünsche erfüllen kann, werde ich sie einfach auf das nächste Jahr verteilen und Dir Bescheid geben, wie und wann wir das hinbekommen. Aber irgendwie bekommen wir das hin. Wenn Du nicht für Dich um etwas bitten kannst, tu es einfach für die Kinder. Am Ende schenkst Du es ihnen ja auch.

Du findest mich bei Twitter unter @FrauBe

(Ich werde übrigens nichts überprüfen oder hinterfragen. Sollte sich jemand ohne finanzielle Probleme auf diese Art billige Weihnachtsgeschenke verschaffen wollen, ist das sowieso nicht zu ändern. Jemand, der sich so verhält, würde auch bei einer Nachfrage lügen. Falls ihr euch fragt, wie ich auf sowas komme: fragt mal bei den TAFELN nach, da gab es anfangs etliche Fälle von Menschen, die keine finanziellen Probleme hatten, aber die „Superschnäppchen“ trotzdem mitnehmen wollten.)